
Am 5. und 6. März fand im Europäischen Parlament in Straßburg die zweite Ausgabe des schulübergreifenden Debattierwettbewerbs statt, der in diesem Jahr dem Thema „Jugend und Umwelt“ gewidmet war. Die Veranstaltung brachte Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Klassen aus mehreren Straßburger Schulen zusammen: Lycée Kléber, Lycée Jean Rostand, Lycée Fustel de Coulanges und Lycée International des Pontonniers.
Insgesamt nahmen 24 Schülerinnen und Schüler an dieser Ausgabe teil. In Zweierteams stellten sie sich der anspruchsvollen Aufgabe einer demokratischen Debatte und setzten dabei ihre Fähigkeiten in Argumentation, Zuhören und kritischer Analyse in einem zugleich prestigeträchtigen und anregenden Umfeld ein.
Über wichtige Umweltfragen diskutieren
Die Debatten ermöglichten es den Schülerinnen und Schülern, sich mit mehreren wichtigen Umweltfragen auseinanderzusetzen, die ihre Generation unmittelbar betreffen. Zu den Themen gehörten die Verantwortung für die Finanzierung von Renovierungen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden, die Zukunft von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, Geoengineering als mögliche Lösung für die Klimakrise sowie das Konzept des grünen Wachstums.



Die Teilnehmenden erhielten im Vorfeld mehrere Fragen, um ihre Argumente vorzubereiten. Am Wettbewerbstag wurden sowohl die konkreten Debattenthemen als auch die zu vertretenden Positionen – dafür oder dagegen – per Losentscheid bestimmt. Dieses Format erforderte von den Schülerinnen und Schülern große Anpassungsfähigkeit sowie fundierte Kenntnisse in Argumentation und Dialogführung.
Eine staatsbürgerliche Erfahrung im Herzen der europäischen Institutionen
Die Organisation dieses Wettbewerbs im Europäischen Parlament bot den Schülerinnen und Schülern die konkrete Gelegenheit, einen symbolträchtigen Ort der europäischen Demokratie kennenzulernen und gleichzeitig die Grundsätze der öffentlichen Debatte in einem institutionellen Umfeld anzuwenden.
Die Veranstaltung wurde außerdem von einer Jury begleitet, die sich aus Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Institutionen und Politik zusammensetzte:
- Herr Jonathan Anglaret, Akademischer Beauftragter für Schulleben und Engagement, Akademie von Straßburg (Jurypräsident)
- Frau Sophie Kennel, Direktorin des Instituts für pädagogische Entwicklung und Innovation und Vizepräsidentin für pädagogische Transformation an der Universität Straßburg
- Frau Marie-Pierre Camproux Duffrene, Professorin für Privatrecht an der Universität Straßburg und Vizepräsidentin der Französischen Gesellschaft für Umweltrecht
- Herr Fredrik Sundberg, ehemaliger Leiter der Abteilung für die Vollstreckung von Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und Direktor des Stockholm Institute of Public and International Law
- Frau Sophie Kwasny, Leiterin der Abteilung für Bildung, Ausbildung und Zusammenarbeit beim Europarat
- Herr Emmanuel Fernandes, Abgeordneter des 2. Wahlkreises des Départements Bas-Rhin



Die Preisverleihung fand im Beisein von Herrn Pap Ndiaye, Botschafter und Ständiger Vertreter Frankreichs beim Europarat sowie ehemaliger Minister für nationale Bildung und Jugend, statt. Die Jury lobte insbesondere die Qualität des Austauschs, den Zusammenhalt der Teams und die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, auf Gegenargumente im Geist eines konstruktiven Dialogs einzugehen.
Engagement in den sozialen Medien
Parallel zu den Debatten ermöglichte eine Online-Initiative den Schulgemeinschaften, ihre Schulen in den sozialen Medien zu unterstützen. Im Anschluss an diese Mobilisierung gewann das Lycée Kléber den Preis für die Online-Unterstützung und zeigte damit das Engagement seiner Schülerinnen und Schüler sowie seines Netzwerks.
Ergebnisse und Auszeichnungen
Nach zwei Tagen voller Debatten gewann das Team des Lycée Jean Rostand die zweite Ausgabe des Wettbewerbs. Alle Teilnehmenden erhielten eine Teilnahmebescheinigung sowie einen personalisierten Becher mit ihrem Namen als Erinnerung. Darüber hinaus wurden den Schülerinnen und Schülern Geschenkgutscheine von Fnac verliehen. Auch die Jurymitglieder erhielten als Dank für ihr Engagement personalisierte Becher.


Darüber hinaus wurden die Finalistenteams mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter Aktivitäten von Neoquests Escape Game, ein Erlebnis mit Batorama und für das Gewinnerteam Eintrittskarten für den Europa-Park.
Ein wachsendes Projekt
Die erste Ausgabe des Wettbewerbs, die dem Thema soziale Gerechtigkeit gewidmet war, brachte zwei Schulen zusammen (Lycée Jean Rostand und Lycée Fustel de Coulanges). In diesem Jahr nahmen vier Einrichtungen an den Debatten über Umweltthemen teil, was das wachsende Interesse junger Menschen an diesen Fragen widerspiegelt. Die Organisatoren danken den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften und den Jurymitgliedern herzlich für ihr Engagement und ihren Beitrag zum Erfolg dieser Initiative.

Angesichts der Begeisterung, die diese Ausgabe ausgelöst hat, besteht der nächste Schritt darin, junge Menschen stärker direkt in die Festlegung des Themas für den zukünftigen Wettbewerb einzubeziehen. Die Teilnehmenden und die Öffentlichkeit wurden bereits dazu eingeladen, Vorschläge einzureichen. Das Auswahlverfahren für das nächste Thema wird demnächst über die sozialen Medien der Veranstaltung bekannt gegeben.
Ziel ist es außerdem, die Teilnahme schrittweise auf weitere Schulen in der Eurometropole auszuweiten, um das bürgerschaftliche Engagement und die Kultur der demokratischen Debatte unter jungen Menschen weiter zu fördern.
ASSEDEL