
An diesem Dienstag, dem 14. Mai, haben wir anlässlich des Internationalen Tages gegen LGBT+-Feindlichkeit am 17. Mai (der darauf abzielt, für die Gewalt, die queere Menschen erleben und erleiden, zu sensibilisieren und darüber zu informieren) eine Podiumsdiskussion zur Queerphobie veranstaltet.
Die Veranstaltung fand in der Buchhandlung Gutenberg in Straßburg statt und brachte neben unseren Referent*innen etwa dreißig Personen zusammen. Wir danken Juin 69 (einem queeren Kultur- und Aktivismusverein aus Straßburg) sowie dem MAG (junge Schwule, Bi, Lesben und Trans+) herzlich dafür, dass sie bereit waren, dieses schwierige Thema der Queerphobie mit uns zu behandeln.
Wir haben über queere Identitäten, ihre Akzeptanz in der Gesellschaft und die Gewalt gegen LGBTQIAP+-Personen gesprochen.
Diese Gewalt weist Besonderheiten auf, hat aber auch einen allgemeinen Charakter, der jeder Diskriminierung einer Menschengruppe eigen ist: nämlich die Negierung der menschlichen Person, hier aufgrund ihrer Geschlechtsidentität(en) und ihres Geschlechts bzw. ihrer Geschlechter.
Wir haben den systemischen Charakter dieser Gewalt thematisiert. Sie ist ebenso körperlich wie seelisch, psychisch und sozial. Sie reicht von Diskriminierung bei der Beschäftigung bis zu Übergriffen auf der Straße.
Für uns sind queerfeindliche Gewalt, ihre Ursachen und ihre Folgen in der medialen, politischen und öffentlichen Wahrnehmung viel zu wenig sichtbar. Angesichts der transfeindlichen Angriffe, die von Nachrichtensendern rund um die Uhr verbreitet und angestoßen werden, sowie eines Anstiegs queerfeindlicher Gewalt in den letzten 5 Jahren wollten wir den von dieser Gewalt betroffenen Personen das Wort geben, damit sie sich in einem wohlwollenden und inklusiven Raum frei äußern können.
Mit dieser Podiumsdiskussion bekräftigen wir unseren Wunsch, queerfeindliche Gewalt zu bekämpfen, die schwere Verletzungen der Menschenrechte darstellt.
ASSEDEL